Aktuelle Infos

 

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Die Steuerberaterkammer Stuttgart informiert:
Attraktiv und chancenreich
Steuerfachangestellter/Steuerfachangestellte - ein moderner Beruf mit guten Perspektiven
(Pressemittellung 11/2012 vom 31. Mai 2012)

Die Nachfrage nach Steuerberatungsleistungen ist bei dem bekanntermaßen außerordentlich komplexen und komplizierten deutschen Steuerrecht ungebrochen. Laut Bundessteuerberaterkammer ist die Zahl der Steuerberater und Beratungsgesellschaften im Jahr 2011 um 1,8 % auf rund 90.000 gestiegen, was sich positiv auf die Zukunftschancen des Ausbildungsberufes Steuerfachangestellte/r auswirkt. Per 31. Dezember 2011 waren bundesweit 17.125 Ausbildungsverhältnisse zum/zur Steuerfachangestellten registriert. Auch für den nächsten Ausbildungsstart im Sommer 2012 sind bei den Agenturen für Arbeit bundesweit noch etwa 2.200 unbesetzte Ausbildungsplätze registriert. Über freie Stellen informieren zudem die Ausbildungs- und Praktikumsplatzbörsen auf www.mehr-als-du-denkst.de sowie die 21 Steuerberaterkammern. Damit haben interessierte und geeignete Bewerber auch jetzt noch eine gute Chance auf einen Ausbildungsplatz zum/zur Steuerfachangestellten.

Eine Befragung der Steuerberaterkammern hat ergeben, dass über 80 % der Auszubildenden nach dem Abschluss im steuerberatenden Beruf verbleiben; etwa 75 % davon sogar im Ausbildungsbetrieb. Interessenten für diesen krisensicheren und facettenreichen Beruf sollten einige Dinge beachten:

Kommunikationsfähigkeit und ein guter Schulabschluss sind vorteilhaft

Wer gern mit Menschen umgeht, sich gut ausdrücken kann, Lust auf einen abwechslungsreichen Bürojob und ein Faible für Zahlen hat, der hat gute Karten. Fachliche Voraussetzung für die Ausbildung ist ein qualifizierter Schulabschluss, z.B. ein guter Realschulabschluss. Bewerber mit Abitur, Fachhochschulreife oder Absolventen eines kaufmännischen Berufskollegs sind besonders gefragt. Angehende Steuerfachangestellte sollten ein Grundverständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge sowie Interesse an steuerlichen und rechtlichen Fragen mitbringen und keine Angst vor Gesetzes- und Fachtexten haben.

Das Tätigkeitsspektrum: Anspruchsvoll und vielseitig

Steuerfachangestellte unterstützen die Steuerberater bei der steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Beratung der Mandanten. Sie sind u.a. befasst mit Fragen der Lohn- und Gehaltsabrechnung, helfen bei der Finanzbuchführung und der Vorbereitung von Jahresabschlüssen für Unternehmen. Sie sind beteiligt an der Erstellung von Steuererklärungen und der Prüfung von Bescheiden des Finanzamts. Ob Industrie, Handel, Handwerk, Freiberufler oder Privatpersonen, sie alle nehmen die Dienste von Steuerberatern in Anspruch. Schon die Vielfalt der Bereiche, aus denen die Mandanten kommen, macht die tägliche Arbeit abwechslungsreich und spannend. Des Weiteren können grenzüberschreitende Aufgabenstellungen eine Rolle spielen, die neben fachlichen Qualifikationen auch Fremdsprachenkompetenz erfordern.

Eine fundierte Ausbildung ist Basis für die weitere Karriere

Die Ausbildungsdauer beträgt grundsätzlich drei Jahre. Sie kann unter bestimmten Voraussetzungen verkürzt werden. Prinzipiell arbeiten die Auszubildenden in einer Steuerberaterpraxis. Parallel dazu besuchen sie an ein bis zwei Tagen in der Woche die Berufsschule und verknüpfen so den Wissenserwerb in Theorie und Praxis. Schwerpunkte der Ausbildung sind die Fachgebiete Steuer- und Rechnungswesen, Betriebswirtschaft und Wirtschaftsrecht. Der Umgang mit moderner Informations- und Kommunikationstechnologie und branchenspezifischer Software gehört ebenfalls zum vielseitigen Ausbildungsspektrum. Außerdem lernen die Azubis die verschiedenen Steuerarten kennen und beschäftigen sich mit Buchführungs- und Bilanzierungsvorschriften. Die Ausbildungsvergütung richtet sich u.a. nach dem Niveau der Lebenshaltungskosten und ist - wie Löhne und Gehälter auch - von Region zu Region unterschiedlich. Die monatlichen Vergütungssätze, die die Steuerberaterkammer Stuttgart als angemessen bezeichnet, betragen derzeit im ersten Ausbildungsjahr brutto 690 Euro, im zweiten Ausbildungsjahr brutto 760 Euro und im dritten Ausbildungsjahr brutto 850 Euro. Eine Unterschreitung der genannten Vergütungssätze um bis zu 20 % wird von der Steuerberaterkammer Stuttgart nicht beanstandet.

Nach der Ausbildung, der bestandenen Prüfung und einer dreijährigen Berufstätigkeit als Steuerfachangestellte/r kann die nächste Herausforderung in Angriff genommen werden: Die Fortbildungsprüfung zum/zur Steuerfachwirt/in. Damit wäre zugleich der erste Schritt in Richtung Steuerberater oder Steuerberaterin getan. Denn als Steuerfachwirt/in mit insgesamt siebenjähriger Berufstätigkeit (nach der Ausbildung als Steuerfachangestellte/r) auf dem Gebiet des Steuerwesens kann man zu der sehr anspruchsvollen Steuerberaterprüfung zugelassen werden. Wird diese bestanden, steht der beruflichen Selbstständigkeit als Steuerberater/in nichts mehr im Wege. Etwa drei Viertel aller Steuerberater arbeiten in einer eigenen Praxis. Und die Tatsache, dass der Frauenanteil bei Steuerberatern stetig wächst - bei Neuzulassungen beträgt das Männer-Frauen-Verhältnis inzwischen 40 zu 60 - könnte ein Beleg dafür sein, dass sich dieser Beruf besonders gut mit den spezifischen Interessen junger Frauen in Einklang bringen lässt.

Internet und Steuerberaterkammern helfen bei der Orientierung

Die Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten bietet gute Chancen auf einen zukunftsorientierten Arbeitsplatz mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Interessierte Jugendliche finden im Internet unter www.mehr-als-du-denkst.de und auf der Website der Steuerberaterkammer Stuttgart unter www.stbk-stuttgart.de ein umfangreiches Informationsangebot, das noch ausführlicher zum Berufsbild Auskunft gibt.

Die Azubi-Börse im Internet mit aktuellen Ausbildungsplatz- und Praktikumsangeboten ermöglicht die gezielte Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz. Zusätzlich besteht für Bewerber die Möglichkeit, online ein Ausbildungsplatzgesuch zu veröffentlichen.

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