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Bürokratie bei der Lohnabrechnung abbauen - Steuerberater legen Maßnahmenkatalog vor
(Pressemitteilung 5/2010 vom 18. Februar 2010)

Die Unterschiede zwischen dem Lohnsteuer- und dem Sozialversicherungsbeitragsrecht verursachen Monat für Monat einen immensen bürokratischen Aufwand bei der Lohnabrechnung für 40 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland. Der Berufsstand der Steuerberater fordert eine schrittweise Angleichung beider Bereiche und hat hierzu einen konkreten Maßnahmenkatalog vorgelegt. "Unsere Vorschläge können zum großen Teil einfach und vor allem aufkommensneutral umgesetzt werden. Damit könnte die Bundesregierung ihrem Ziel, die Bürokratiekosten für die Wirtschaft um 25 % zu senken, deutlich näher kommen", so Franz Longin, Präsident der Steuerberaterkammer Stuttgart.

Dem Maßnahmenkatalog sind drei Grundregeln vorangestellt, deren Beachtung das Lohnabrechnungswesen deutlich vereinfachen könnte: Erstens müssen die Bemessungsgrundlagen, also die Definition des Arbeitslohns, im Lohnsteuer- und im Sozialversicherungsbeitragsrecht vereinheitlicht werden. Denn die bestehenden Unterschiede machen das Lohnabrechnungswesen hochgradig kompliziert und fehleranfällig. Zweitens müssen Änderungen in beiden Bereichen gleichzeitig in Kraft treten, sonst können Neuregelungen in der Praxis oft gar nicht angewendet werden. Drittens gilt es, rückwirkende Gesetzesänderungen zu vermeiden. Hier steht oft ein relativ geringer Entlastungseffekt einem enormen Aufwand bei der Lohnabrechnung gegenüber.

Der Maßnahmenkatalog "Bürokratieabbau im Lohnsteuer- und im Sozialversicherungsbeitragsrecht" stellt konkrete Praxisprobleme und Lösungsmöglichkeiten vor. Die Broschüre ist hier abrufbar.

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