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Steuerberater informieren, beraten und vertreten:
Steuerberater helfen bei der Existenzgründung - professionell und nachhaltig
(Pressemitteilung 19/2013 vom 10. September 2013)  

Obgleich allerorten vom Gründungsboom gesprochen wird und die Euphorie, die die Start-up-Szene verbreitet, zunehmende Gründungszahlen vermuten lässt, belegen die Zahlen der Industrie- und Handelskammern bundesweit etwas anderes. Die besagen nämlich, dass das Gründungsinteresse deutlich gesunken ist und im Jahr 2012 möglicherweise auf ein Rekordtief unter 400.000 Neugründungen gefallen sein könnte. Die Ursachen dafür sind vielfältig, aber es stellt sich auch immer wieder heraus, dass die Unternehmensführung, speziell im betriebswirtschaftlichen Bereich, beim Controlling, der Liquiditätssicherung und Mittelbeschaffung unter mangelnder Professionalität leidet und das Fehlen entsprechend fundierter Kenntnisse eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensentwicklung verhindern kann. Zwar wird den Gründern und Gründerinnen häufig große fachliche, insbesondere technische Kompetenz bescheinigt, aber die betriebswirtschaftliche Komponente wird eher vernachlässigt. Nun haben Existenzgründer und Jungunternehmen Vieles zu bedenken, bevor sie sich mit ihren Dienstleistungen oder Produkten am Markt präsentieren. Mit einer systematischen und professionellen Herangehensweise ist schon Einiges gewonnen. Wichtig aber bleibt, dass sich Gründer frühzeitig mit kompetenten Beratern zusammensetzen, die mit ihnen gemeinsam die Phasen der Existenzgründung so planen, dass möglichst nicht mit unliebsamen Überraschungen zu rechnen ist.

Was führt zum Erfolg?

Natürlich ist die Begeisterung für die Umsetzung eigener Ideen ein wichtiger Motor für die Entscheidung zur Existenzgründung. Aber diese Motivation reicht nicht. Vielmehr sollten auch entsprechende Marktrecherchen zum Standort, dem Wettbewerb, der Nachfrage am Markt, Preisen und weiteren Parametern durchgeführt werden, um die Chancen für das definierte Angebot - seien es Produkte oder Dienstleistungen - im Vorfeld zu prüfen und die Erfolgsaussichten zu sichern. Ad hoc-Entscheidungen und Spontan-Gründungen können zwar auch zu Erfolgen führen, aber wer in seiner Existenzgründung eine langfristig angelegte und nachhaltige Lebensperspektive sieht, sollte sich professioneller Beratungsleistungen bedienen. Wertvolle Unterstützung beim Start in die eigene Existenz bietet der Steuerberater, der dann oft auch das junge Unternehmen in den Folgejahren begleitet. Dieser kann sowohl in steuer- und sozialversicherungsrechtlichen als auch insbesondere in betriebswirtschaftlichen Fragestellungen weiterhelfen.

Integrierte Unternehmensplanung

Gerade für die sog. KMU, also die kleinen und mittelständischen Unternehmen, ist eine integrierte Unternehmensplanung unverzichtbar, da nur mit ihr langfristig tragfähige Strukturen erstellt und unternehmerische Entscheidungen getroffen werden können. Das Besondere an einer integrierten Planung ist, dass die verschiedenen Bestandteile nicht isoliert nebeneinander stehen, sondern aufeinander aufbauen. Dazu zählen z.B. das Erstellen eines Businessplans, die Ermittlung des Investitionsbedarfs, die Zusammenstellung und Strukturierung einer angemessenen Finanzierung, die Sicherung des Cash-Flows, die Einrichtung einer Kostenrechnung oder die Rechtsformwahl. Der Steuerberater kann letztlich eine Initiativfunktion ausüben, die sich nachhaltig positiv auf die Unternehmensentwicklung auswirkt.

Welche Rechtsform ist sinnvoll?

Die Festlegung einer optimalen Rechtsform ist von diversen Faktoren abhängig. Hierzu gehören betriebswirtschaftliche Überlegungen und Haftungsfragen sowie auch die damit jeweils verbundenen steuerlichen Konsequenzen. Bei einer einzelnen Person bietet sich aufgrund geringer Formvorschriften und niedriger Kosten grundsätzlich das Einzelunternehmen an. Es besteht aber auch die Möglichkeit, eine Kapitalgesellschaft (z.B. eine GmbH) zu gründen, um die persönlichen finanziellen Risiken des Unternehmers zu begrenzen. Im Gegenzug sind aber die Gründungskosten höher und es müssen mehr formale Vorschriften beachtet werden. Mehrere Gründer können zwischen den verschiedenen Formen der Personengesellschaft und der Kapitalgesellschaft wählen. Auch ausländische Rechtsformen können u.U. interessant sein. Ihre Vor- oder Nachteile und die mit solch einer Wahl verbundenen Konsequenzen für den oder die jeweils Betroffenen sollten aber auf jeden Fall einer professionellen Prüfung unterzogen werden.

Steuern

Unternehmer müssen deutlich mehr Steuerarten und -vorschriften beachten als Arbeitnehmer. Einkommensteuer wird von Einzelunternehmern, Freiberuflern und Gesellschaftern einer Personengesellschaft für deren Gewinn bzw. Gewinnanteil gezahlt. Die Körperschaftsteuer ist eine besondere Art der Einkommensteuer und gilt für Kapitalgesellschaften wie die AG oder GmbH. Die Gewerbesteuer gilt für alle Gewerbebetriebe. Insbesondere Freiberufler sind davon befreit. Des Weiteren unterliegen mit wenigen Ausnahmen alle Lieferungen und Leistungen des Unternehmers der Umsatzsteuer. Die in den Rechnungen ausgewiesenen Steuerbeträge müssen durch die Umsatzsteuervoranmeldung (bei Existenzgründern während der ersten beiden Jahre grundsätzlich monatlich) an das Finanzamt abgeführt werden. Im Gegenzug sind aber auch die auf bezogene Leistungen gezahlten Umsatzsteuerbeträge als Vorsteuer abziehbar. Sog. Kleinunternehmer haben optional die Möglichkeit, keine Umsatzsteuer zu berechnen, können dafür dann aber auch die ihnen in Rechnung gestellte Umsatzsteuer nicht abziehen.

Fazit

Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass eine Unternehmensgründung eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben des Gründers oder der Gründerin ist. Deshalb sollte sie mit aller Sorgfalt und unter Einbeziehung aller verfügbaren professionellen Instrumentarien und Beratungshilfen vorbereitet werden. Steuerberater und Steuerberaterinnen sind kompetente Partner bei der Existenzgründung.

Der bundesweite Steuerberater-Suchdienst bietet die Möglichkeit, einen oder mehrere seinen Anforderungen entsprechende Steuerberater nach den Kriterien Ort (bzw. Postleitzahl), Arbeitsgebiete (z.B. Existenzgründung), Branchenkenntnisse und/oder Fremdsprachenkenntnisse in ganz Deutschland zu suchen.

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