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Steuergerechtigkeit, Planungssicherheit, Praktikabilität: Empfehlungen an den Steuergesetzgeber
(Pressemitteilung 13/2010 vom 18. Juni 2010)

Sindelfingen. Die Steuerberaterkammer Stuttgart kritisierte am Freitag (18. Juni 2010) den Stillstand in der Steuerpolitik. Weitere Steuersenkungen sind zurzeit aufgrund leerer Staatskassen nur schwer oder gar nicht realisierbar, so der wiedergewählte Kammerpräsident Franz Longin. Der Steuergesetzgeber wird daher aufgefordert, jetzt die Chance zu konsequenter Vereinfachung des Steuerrechts zu ergreifen. Der steuerberatende Beruf hat bereits im März 2010 unter dem Titel "Steuergerechtigkeit, Planungssicherheit, Praktikabilität" generelle Empfehlungen an den Steuergesetzgeber vorgelegt und u.a. für das Umsatzsteuerrecht und das Lohnabrechnungswesen Bereiche aufgezeigt, in denen das Steuerrecht aufkommensneutral vereinfacht und Bürokratie abgebaut werden kann.

Ein Maßnahmenkatalog für den Bereich der Lohnabrechnung zeigt konkrete Praxisprobleme und Lösungsmöglichkeiten auf. Die Unterschiede im Lohnsteuer- und im Sozialversicherungsbeitragsrecht verursachen einen enormen bürokratischen Aufwand. Durch die Angleichung der beiden Bereiche könnten die Bürokratiekosten erheblich gesenkt werden.

Die Steuerberaterkammer Stuttgart, der in Nord- und Südwürttemberg etwa 7.500 Mitglieder angehören, sieht den Berufsstand in einem Wandel. Neben den traditionellen Aufgaben ist vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die betriebswirtschaftliche Unternehmensberatung von zentraler Bedeutung. Durch seine Ausbildung, Fortbildung und seine Praxiserfahrung bringt der Steuerberater alles mit, was für eine qualifizierte betriebswirtschaftliche Beratungsleistung erforderlich ist. Deshalb wurde das Fortbildungsangebot weiter verstärkt.

Einen erhöhten Beratungsbedarf sieht die Kammer auch im Bereich der Unternehmensnachfolge. Bei vielen mittelständischen Unternehmen steht ein Generationswechsel an. Die Entscheidung über die Unternehmensnachfolge ist letztlich sowohl eine zentrale Entscheidung für das Unternehmen als auch für dessen Mitarbeiter. Die Erfahrung und das Know-how der Steuerberater sind für eine frühzeitig als strategische Entscheidung begriffene Nachfolgeregelung unerlässlich.

Bei den Vorstandswahlen wurde StB/WP Franz Longin, Stuttgart, als Präsident der Kammer bestätigt.

Die weiteren Mitglieder des Kammervorstandes sind:

StB/WP/RA Dr. Karlheinz Autenrieth, Stuttgart,
StB Dieter Bohnert, Ehingen (Donau),
StB/WP Dipl.-Bw. (FH) Erna Diener, Plochingen,
StB/WP Dipl.-Kfm. Uwe Hähner, Ostfildern,
StB/vBP Dipl.-Kfm. Elke Heeb, Böblingen,
StB/WP Prof. Dr. Karl Kurz, Waiblingen,
StB Dipl.-Ök. Norbert Leuz, Stuttgart,
StB Horst Lienig, Stuttgart,
StB Martin Lucas, Schorndorf,
StB Dr. Susanne Mack, Ulm (Donau),
StB Dipl.-Ök. Jochen Philipp, Geislingen,
StB/vBP Heinz Raschdorf, Reutlingen,
StB Michael Schneider, Stuttgart,
StB/WP Prof. Dr. Peter Storz, Markdorf,
StB Renate Wild, Erbach,
StB/vBP Ingeborg Zeljak, Reutlingen.
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StB: Steuerberater
WP: Wirtschaftsprüfer
vBP: vereidigter Buchprüfer
RA: Rechtsanwalt

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