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Der Steuerberater als Fördermittel- und Subventionsberater
(Pressemitteilung 20/2010 vom 20. August 2010)

Kleine und mittelständische aber auch größere Unternehmen haben in wirtschaftlich schwierigen Zeiten oft das Problem, dass benötigte Geldmittel nicht in ausreichendem Maße oder rechtzeitig für den Unternehmenserhalt zur Verfügung stehen. Das kann daran liegen, dass Kunden schleppender zahlen, die Aufträge zurückgehen oder Investitionen trotz knapper Kassen nötig werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Aber auch ohne akute Krise sind Situationen denkbar, in denen Unternehmen finanzielle Mittel benötigen, die sie nicht alleine aufbringen können, z.B. bei Expansionen, grenzüberschreitenden Kooperationen und vielem mehr. Zwar gibt es zahlreiche Fördermittel und -programme, aber das Angebot ist schwer überschaubar und die Auswahl, die für den jeweils individuellen Bedarf zu treffen ist, scheint für den Laien fast nicht zu bewältigen. Hilfe kann in diesen Fällen von solchen Steuerberaterinnen oder Steuerberatern kommen, die dieses spezielle Beratungssegment in ihr Kanzleiportfolio aufgenommen haben.

Betriebswirtschaftliche und rechtliche Beratung

Die Tätigkeit als Fördermittel- und Subventionsberater gehört zu den vereinbaren Tätigkeiten des Steuerberaters. Sie umfasst die betriebswirtschaftliche und rechtliche Beratung von Personen und Unternehmen, die beabsichtigen, Fördermittel bzw. Subventionen in Anspruch zu nehmen. Dabei kann es sich um Gelder für eine Existenzgründung ebenso handeln wie für die Finanzierung eines besonderen Projektes. Fördergelder stehen für unterschiedlichste Maßnahmen bereit, man muss aber wissen, wo und wie man sie beantragt und wie man sie am sinnvollsten nutzt.

Aktuelle Förderprogramme

So bietet beispielsweise das Sonderprogramm der KfW Bankengruppe eine Reihe von Gestaltungsmöglichkeiten bei der Liquiditäts- und Investitionsbeschaffung für den Mittelstand und große Unternehmen ohne Kapitalmarktzugang. Bei der erfolgreichen Nutzung solcher Angebote kann der Steuerberater den Unternehmer in vielerlei Hinsicht unterstützen, sei es mit Planungsrechnungen oder aussagekräftigen Zwischenabschlüssen. Ob Betriebsmittel oder Investitionen in unterschiedlichen Größenordnungen, mit individueller Zinsbindung oder variabler Kreditlaufzeit, Steuerberaterinnen und Steuerberater kennen sich auch in dieser Materie aus und setzen ihre Kompetenz zielgerichtet und konstruktiv ein.

Weitere Voraussetzungen

Steuerberater, die als Fördermittel- und Subventionsberater tätig sind, kennen die unterschiedlichsten Förderprogramme von Bund, Ländern und Gemeinden und zum Teil auch die der Europäischen Union, die für manch ein Unternehmen von besonderer Bedeutung sind. Darüber hinaus prüft der Steuerberater immer auch die rechtlichen Rahmenbedingungen der gewünschten Inanspruchnahme und sorgt dafür, dass die notwendigen sachlichen Bedingungen wie der Einsatz fachspezifischer Software und die laufende Konsultierung der förderspezifischen Datenbanken beachtet werden. Dies ist von besonderer Wichtigkeit bei der EU-Fördermittelberatung, da viele Förderprogramme nur an Konsortien vergeben werden, die sich u.a. mit Hilfe von Datenbanken untereinander verständigen bzw. zusammenfinden können.

Breites Leistungsspektrum

Der Steuerberater bringt neben seinem betriebswirtschaftlichen und steuerfachlichen Know-how auch strategische Kompetenzen ein, die bei der Inanspruchnahme von Fördermitteln hilfreich sind. Dabei kann es sich beispielsweise um die Standortwahl im In- und/oder Ausland handeln oder um Aspekte der Finanzplanung wie etwa dem ökonomisch sinnvollen Verhältnis von Fremd- und Eigenkapital. Mit Planungsrechnungen können die Konsequenzen von unternehmerischen Entscheidungen verdeutlicht bzw. simuliert werden. Des Weiteren ist zu prüfen, wie das Unternehmen sich künftig aufstellt: Ob es Wachstumsstrategien verfolgen oder Kapazitäten abbauen, neue Produkte oder Dienstleistungen entwickeln oder aber eine Produktumstellung oder Sortimentsreduzierung vornehmen will. Was auch immer für die fach- und sachgerechte Beantragung von Fördermitteln nach eingehender Prüfung der rechtlichen Voraussetzungen und der Vorteile erforderlich ist, kann der Steuerberater in Zusammenarbeit mit seinem Mandanten bereitstellen. Dazu gehören u.a. auch eine verlässliche Umsatz- und Kostenplanung, eine Investitions- und Liquiditätsplanung und letztlich auch eine verantwortliche Personalplanung, die den angestrebten Investitionen Rechnung trägt.

Transparenz

Steuerberater sind grundsätzlich verpflichtet, sich gegen Haftpflichtgefahren in Ausübung ihrer Tätigkeit angemessen zu versichern. Das gilt vergleichbar auch für die Tätigkeit als Fördermittel- und Subventionsberater, so dass der Mandant sich auch in dieser Hinsicht voll auf seinen Berater verlassen kann. Für die Vergütungsvereinbarung ist die Steuerberatergebührenverordnung nicht heranzuziehen, so dass die Honorierung für diesen speziellen Leistungsbereich individuell, z.B. als Zeitgebühr nach Stundensätzen, als Pauschalbetrag oder auch als Prozentsatz des Fördermittelbetrages in einer schriftlichen Honorarvereinbarung vor der Beratung festgelegt wird.

Fazit

Insgesamt handelt es sich bei der Fördermittel- und Subventionsberatung um einen sehr speziellen und anspruchsvollen Beratungsbereich. Milliardenbeträge werden von Bund, Ländern, Kommunen und EU für unterschiedlichste Maßnahmen zur Verfügung gestellt, aber es erfordert fundiertes fachliches Wissen, bei all den Fördertöpfen den individuell passenden zu finden.

Der bundesweite Steuerberater-Suchdienst bietet die Möglichkeit, einen oder mehrere seinen Anforderungen entsprechende Steuerberater nach den Kriterien Ort (bzw. Postleitzahl), Arbeitsgebiete (z.B. Betriebswirtschaftliche Beratung, Finanzierung, Fördermittel, Investitionsentscheidungen und Finanzierungsfragen, Kostenrechnung, Subventionen, Unternehmensplanung), Branchenkenntnisse und/oder Fremdsprachenkenntnisse in ganz Deutschland zu suchen.

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